Südufer Alpnachersee

Teilprojekt Mündungsbucht

Die Seeschüttungen am Alpnachersee werten den Naturraum auf und ermöglichen die umweltverträgliche Verwertung von Aushub- und Ausbruchmaterial aus dem Hochwasserentlastungsstollen Ost an der Sarneraa.
 

Schaffung von wertvollem Naturraum 

Durch intensiven Abbau von Kies und Sand über Jahrzehnte entstanden am Südufer des Alpnachersees Buchten und tiefe Baggerlöcher, wodurch der ökologisch wertvolle Seeuferbereich massiv beeinträchtigt wurde. Im Zuge des Aufwertungsprojekts im Mündungsbereich der Sarneraa werden die Baggerlöcher nun teilweise wieder gefüllt. Auf der Fläche des ehemaligen Flussdeltas der Sarneraa sollen durch Aufschüttungen Teile der ursprünglichen Flachwasserzonen wieder hergestellt, neue Flachmoorflächen geschaffen sowie die Neubildung eines natürlichen Flussdeltas angestossen werden. Das Südufer des Alpnachersees stellt ein beliebtes Naherholungsgebiet dar. Das Gebiet wird auch nach Umsetzung der Massnahmen für die Erholungsnutzung und Naturbeobachtungen erhalten bleiben.   

Ökonomischer und ökologischer Nutzen 

Hauptziel ist die ökologische Aufwertung des Südufers des Alpnachersees. Darüber hinaus kann durch das Projekt überschüssiges Aushub- und Ausbruchmaterial aus dem Hochwasserentlastungsstollen Ost sowie Material des Projekts Kraftwerkerneuerung Ritom (Tessin) umweltgerecht und kostengünstig verwertet werden. Die Realisierung der Massnahmen ist auf den Zeitplan dieser Projekte abgestimmt. Das Überschussmaterial aus dem Tessin fällt seit Juni 2019 an. Seither werden etappenweise Unterwasserschüttungen ausgeführt. Das Material wird mit dem Zug bis Flüelen und von dort bis viermal täglich per Klappschiff bis zum Alpnachersee transportiert. Das Material aus dem Stollenvortrieb an der Sarneraa wird vom Auslaufbauwerk des Hochwasserentlastungsstollens aus über 3 km mit Lastwagen zum See transportiert. In enger Zusammenarbeit mit der Umweltbaubegleitung und den kantonalen Fachstellen wird durch diverse Massnahmen sichergestellt, dass ausschliesslich sauberes Schüttmaterial verwendet wird und die ökologischen Anforderungen gewährleistet sind.  

Aktuellste Beiträge zum Projekt

alle Beiträge

Fotos