Das Südufer des Alpnachersees wird weiter aufgewertet (ASA+)
Am Südufer des Alpnachersees wurden in den letzten Jahrzehnten ökologisch sehr bedeutsame Wasserwechselzonen durch den Kiesabbau stark reduziert. Diese wertvollen Flachwasserzonen sollen nun mit dem Projekt ASA+ in der mittleren Bucht wieder hergestellt werden. Der Zeitpunkt der Umsetzung des Projekts ist massgebend, denn in den nächsten Jahren fallen bei diversen Wasserbauprojekten im Kanton Obwalden Materialüberschüsse im Umfang von rund 100’000 m3 an. Es bietet sich an, damit die ökologischen Aufwertungen des Südufers des Alpnachersees weiter voranzutreiben und gleichzeitig Deponieraum und -kosten zu sparen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie (IUB Engineering AG & AquaPlus AG, 2023) wurde nach einer Variantenevaluation die Neugestaltung der Mittleren Bucht westlich der Mündungsbucht als Bestvariante erkoren. Auf dieser Grundlage wurde das Bau- und Auflageprojekt sorgfältig ausgearbeitet und vom Bau- und Raumentwicklungsdepartement bewilligt. Generell ist darin beabsichtigt, den mit zahlreichen, teils tiefen Baggerlöchern versehenen Seegrund anzuheben, die Oberfläche zu stabilisieren sowie Flachufer auszubilden. Die vorgesehenen Massnahmen beschränken sich im Wesentlichen auf den aquatischen Bereich.
Der Zeitplan für das Projekt ASA+ ist auf die die Wasserbauprojekte Sarneraa Alpnach I und Sarneraa mit Hochwasserentlastungsstollen abgestimmt, die das Schüttmaterial für das vorliegende Projekt liefern. Die Arbeiten des Projekts ASA+ werden voraussichtlich in den Jahren 2025 bis 2027 ausgeführt.
Aufgrund der anfallenden Schüttmenge von mehr als 10’000 m3 ist das Vorhaben gemäss Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPV, SR 814.011) der Umweltverträglichkeitsprüfung unterstellt. Parallel zum vorliegenden Bau- und Auflageprojekt ASA+ wurde daher die Hauptuntersuchung zur Umweltweltverträglichkeit erarbeitet (AquaPlus AG 2024).
